Archiv für September, 2007

Mundartfrühschobbe am 30. September

September 7, 2007

Liewe Leut, jetzt ischs amtlich: De Helmut Eckl hat zugsagt, bei unserm nägschde Mundartfrühschobbe ebbes aus seim neue Buch „Die Liebhaber meiner Geliebten“ zu lese.

Für alle die den Helmut Eckl net kenne hab ich aschließend en korzer Abriss aus seim bisherige Lewe un Schaffe ufgführt (die annere dürfe s nadierlich a lese):

 Helmut Eckl kam am 20.November 1947 selbständig in Wolfersdorf (ehemals Niederbayern) auf die Welt.
Der Vater liebte das Angeln. Die Mutter liebte Liebesromane. Beide liebten Helmut und seine Schwester Roswitha.
Aufgewachsen ist der Helmut Eckl langsam und vorsichtig in der Oberpfalz (Eslarn, Waidhaus, Weiden, Neumarkt).
Seine mittelmäßigen schulischen Leistungen reichten bis zur mittleren Reife.
Danach wurde er Diplom-Verwaltungswirt (FH) und blieb brotberuflich an der Ludwig-Maximilians-Universität München hängen.
Es ist verheiratet und hat zwei eheliche Kinder gezeugt.
Seine Hobbys sind Bücherschreiben und Radlfahren.
Sein Stammtisch hat sich 1976 am Chinesischen Turm gegründet und alle Stammtischbrüder leben noch.
Helmut Eckl ist ein glücklicher Münchner.
Mit der Rolltreppe am Marienplatz fährt er schwindelfrei.
Altersbedingte Ehrungen hat er noch keine erhalten.
Seit dem Jahre 2000 ist er Münchner Turmschreiber.
Bisher hat er acht Bücher geschieben:
die Gedichtbände „I hob wos gschriebn“, „schreib no oiwei“, „wenna amoi kummt“, den Roman „Bierblick“, das Kinderbuch „Da Bibe Atzinger“, die biographische Erzählung „Reklamationen zwecklos, bin Niederbayer“, die Satirebände „Mich regt nix auf“ und „Begegnungen in der Mitte der endgültigen Jahre“; ferner hat er die CD „Früher war die Zukunft länger“ veröffentlicht.
Von Helmut Eckl stammen ferner Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften, den Kinderfunk, das Fernsehen und für Anthologien.

Und die Presse schreibt:

 „Der Niederbayer Helmut Eckl ist ein Satiriker, wie man sich ihn in Bayern wünscht.“
(Süddeutsche Zeitung)

„Es ist einerlei, aus welchem seiner Bücher Helmut Eckl liest. Der Münchner Autor wird die Lacher immer auf seiner Seite haben.“

(Münchner Merkur)

„Helmut Eckl ist der geborene Satiriker.“
(Bayerischer Rundfunk) 

Leseprobe                                                    Die nachfolgenden Texte sind aus dem neuen Buch „Die Liebhaber meiner Geliebten“
Bestellungen:
Künstler Kontakt München
 

Die Liebhaber meiner Geliebten

Meine Geliebte hatte zwölf Liebhaber.
Ich bin der Dreizehnte.
Wir haben immer zusammengezählt.
A bisserl spät bin ich als Dreizehnter schon dran.
Aber die Zwölf vor mir waren alle nett.
Sie haben sie mir ganz zurückgelassen:
Alles dran! Traumhaft!
Ich werd amal nix zurücklassen.
Der vierzehnte Liebhaber wird sich eine
Andere suchen müssen!
Ich hab mich geirrt.
Ich muss mir eine Andere suchen.

Liebesfalten

Als die Liebe kam,
hatte ich keine Falten.

Als die Falten kamen,
ging die Liebe.

Hock jetzt ziemlich einfältig da!
Die Liebe hockt auf Faltenlosen.
Auch ziemlich einfältig!

Alle Texte © by Helmut Eckl                                                                        

Mir von de Alt-Neereder Schul hen selbverschdändlich a e paar neie intressande Sache in de Hinnerhand, unner annerem en neier „Er & Sie“ –Sketch!

Un d Renade hat extra widder s Newezimmer hergricht, dass a alle Leit Platz hen wo zuhorche welle. Mir fange um Elfe a un denke, dass mer so schbäteschdens geger halwer Oins durch sin mit unserm Programm.

Un die Hausfraue breichde an dem Dag net emol ubedingt zu koche, weil, wer will, kann anschließend noch zum Middagesse uf de Bazar geh bei de Kerchegemoinde Nord. Wennes recht woiß gebts dort widder de traditionelle Rollbrode mit Grombierekuggle un grienem Salat. Aldernadiev hats a Mauldesche in de Brieh, awer de Salat isch de gleich. Gude Abbedid, kammer do bloß sare.

Awer vorher kommeder zu uns!

Dir sehnd, s isch alles beroit un s gebt koi Entschuldichung for s Fehle. Wer net kommt, isch selwer schuld!!!

Adschee bis dort na sagt eich

de Roland :-)

Herbschtanfang

September 5, 2007

Wenn ich so zum Fenschder nausgugg, denk ich mir dass es langsam widder Zeit werd für e Herbschtgedicht. Vielleicht so à la Insterburg & Co?

 

„Zum Blättlein sprach der Herbst:

Jetzt sterbst!“

 

Abrobbo „Blättlein“. Do fallt mir grad e kloins Versle dezu ei, wo ich frieher –in meinere Jugend- mol g’macht heb, wo ich gmoint heb ich muss beweise, dasse a hochdeitsch kann. Es isch koi roines Herbschtgedicht, ehnder e Gärtnergedicht:

 

Gärtnerweisheit

Es ist bei Gärtnern rings im Land

teils weniger, teils mehr bekannt,

dass manches Blättlein länger hing,

gäb’s nicht den bösen Engerling.

 

Awer z’rück zum Herbscht. Im Herbscht gebts Kürbis un Kaschdanje, Halloween un Wei’feschdle un abgeerndede Kornäcker, wo mer als Kinner früher immer unser Drache hen schdeige lasse. Selwer zsammmegebaschdelt mit Dracheläddle vom Schorschles Guscht un Seidebabier aus de Dande Anni ihrem Babierlädle, mit Mehlbabb befeschdicht un en scheene Schwanz hinne dra. Jetzt fehlt grad noch de richdiche Wind, ’s muss jo net glei en „Lothar“ odder en „Kyrill“ sei un dann geht’s los.

Mit eme Gedicht üwers Drache schdeige hab ich übrigens im Mundartwettbewerb emol in de Schbarte „Lyrik“ de erschde Preis gmacht. ’s isch e bissle korz, awer defor wirkt’s länger nooch. Achdung!!

 

Drache schdeige

Von weidem sieht mir iwerm freiwe Feld

die Drache majeschdädisch un schwerelos

hoch am Himmel.

Die Schnür, an dene se hengge,

sieht mer net.

 

Ich wünsch eich noch en scheene Dag un gugget, wenn der en Drache schdeige lasset, dass der a immer fescht die Schnur en de Händ hend. :-)

 

Adschee sagt eich

de Roland